Ganz persönliche Gedanken...

 

 

11.01.2022

 

Ungeimpft wie geht es weiter? Was bedeutet Sicherheit?

 

Schon verrückt, wie man sich oft an Gedankenkonstrukten eine scheinbare Sicherheit aufbaut und sich daran festhält.

 

Fällt diese „Sicherheit“ plötzlich weg, ist man mit einem Mal total verloren.

Zumindest geht es mir so. Ich bin an einem Punkt, wo ich mich wie ein Blatt im Wind fühle. Ohne Ziel und ohne Aussicht.

Nicht zu wissen wie es weiter geht und vor allem die Frage:

Wie kann ich in Freude Geld verdienen?


Durch die äußeren Umstände ist das alles weg gefallen. Ich kann keinen Job annehmen, da ich ungeimpft bin, mich nicht testen lasse und auch keine Maske trage. Es verstößt gegen meinen feien Willen.

Also geht mein Weg anders weiter. Aber wie? Und wo?

Das schwierigste für mich an der ganzen Sache ist wohl dieses Unwissende, diese Ratlosigkeit und zum Teil auch Verzweiflung auszuhalten.

 

Und da kommen wir zum hüpfende Komma...ääh, zum springenden Punkt. (danke Heinz Erhardt an dieser Stelle) :D ohne Humor geht bei mir gar nichts.

Nun wo war ich stehen geblieben?
Richtig: Der springende Punkt....

 

Die Ängste. Die Ängste anzuschauen, die Ängste fühlen und-so schwer es auch sein mag-das so annehmen, dass man gerade Angst hat.

 

 

Etwas in mir weiß, dass ich mir keine Sorgen machen brauche, dass ich geführt bin und das ich zur richtigen Zeit die richtigen Impulse bekomme und genau den Menschen begegnen werde, die mich in meinem Leben weiter bringen.

 

Wenn ich auf mein Leben zurück blicke, gab es oft schon Situationen wo ich ähnliche Existenzängste hatte, obwohl es gar keinen Grund dazu gab. 

 

Es sind also die Gedanken an die Zukunft die mir Angst bereiten. Die Angst: „Was ist, wenn ich dann in Zukunft kein Geld habe und woher kommt das Geld?“

 

Und wenn man dann auch noch den Fehler begeht und sich mit anderen so erfolgreichen jungen Leuten vergleicht, die schon ihr eigenes Business, YouTube Kanal oder andere Unternehmen gegründet haben, macht es die Sache nicht einfacher.

 

Wie sagte Sören Kierkegard so gut:
„Der Vergleich ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.“

 

Also: Warum hören wir nicht damit auf? Warum vergleichen wir uns doch immer und immer wieder? Ist doch echt bescheuert! :D

 

Jeder von uns ist so einzigartig. Jeder hat eine andere Aufgabe, eine andere Art das Leben wahrzunehmen und auszudrücken. Und wir brauchen jeden Einzelnen.

 

Was mich am meisten wurmt, ist der Gedanke, dass ich etwas in meinem Leben erreichen möchte. Ich möchte später auf mein Leben zurück schauen und sehen, dass ich der Welt etwas Gutes Hinterlassen habe, dass ich vielen Menschen und Tieren zu einem glücklicheren Leben verhelfen konnte. (ist es vielleicht auch das Ego, was einfach nur auf der Suche nach Anerkennung und dem Gefühl geliebt zu sein ist?...Womöglich.)



Was ist das überhaupt für ein Ding mit dem „etwas erreichen wollen“?

In der spirituellen Szene ließt man oft: „Du musst nichts besonderes tun, allein durch dein so da sein wirkst du schon.“

Ja dem stimme ich absolut zu und doch hat man hier eine Aufgabe.

Ich spüre, dass ich eine Aufgabe hier habe und das diese Aufgabe gelebt werden möchte, nur ist mir noch nicht ganz klar, in welcher Form und wie ich das machen könnte.

 

Vielleicht ist die Zeit noch nicht reif.

 

Ich merke schon, ich drehe mich im Kopf herum. Wieder nur Gedanken und Gedanken und ein Karussel dass sich dreht und dreht und dreht und doch nicht voran kommt.

 

So beende ich diesen Blog Eintrag mit den Gedanken:


„Existenzängste sind ok. Jeder hat sie mal. Der Wunsch erfolgreich und berühmt sein zu wollen ist ok. Die Sorge, nicht geliebt zu sein und anerkannt zu sein ist ok.

 

Letztendlich ist jede Krise, jedes sich verlieren nur wieder ein Neues sich selbst finden.

Ein weiter kommen im Leben und zu neuen Erkenntnissen zu gelangen.

Ohne Krisen würden wir uns keine großen Gedanken mehr machen. Es wäre alles gut, es gäbe keinen Grund für Sorgen.

 

Und zum Schluss zitiere ich noch Rudolf Steiner, welcher mir durch seine Texte immer wieder den Weg aus dem Tal der Dunkelheit zurück ins Licht weist:

 

 

Es gehört zu dem, was wir in dieser Zeit lernen müssen:

Aus reinem Vertrauen leben, ohne jede Daseinssicherung, aus dem Vertrauen auf die immer gegenwärtige Hilfe der geistigen Welt.

Wahrhaftig, anders geht es nicht, wenn der Mut nicht sinken soll.“

 

Rudolf Steiner 1861-1925 Gründer der Anthroposophie.